Bedürfnisse und Wünsche — Wirtschaft, 4–6 Jahre
Manche Dinge halten uns sicher und gesund; andere sind schön oder machen Spaß, aber nicht notwendig. Sie zu unterscheiden hilft beim Entscheiden.
Manche Dinge braucht man, andere wünscht man sich
Ein Bedürfnis ist etwas, das man zum sicheren und gesunden Leben braucht, etwa Wasser, Essen, ein warmes Zuhause und Fürsorge. Ein Wunsch ist etwas, das man gern hätte, etwa ein glänzendes Spielzeug oder noch eine Süßigkeit. Wünsche können wichtig sein, sind aber keine Bedürfnisse.
Warum sie unterscheiden?
Wir können nicht immer alles, was wir wollen, sofort haben. Wenn wir zuerst an Bedürfnisse denken, sind Essen, Wasser, Wärme und Fürsorge gesichert, bevor wir Extras auswählen. Diese Idee entstand aus einem einfachen Problem: Wünsche gibt es viele, aber Zeit, Dinge und Geld sind begrenzt.
Eine kleine Entscheidung
Mia hat einen Apfel und einen Keks für ihre Jause. Sie hat Hunger und isst deshalb zuerst den Apfel: Essen ist ein Bedürfnis. Danach entscheidet sie, ob sie den Keks jetzt isst oder für später aufhebt. Auch der Keks ist Essen, aber der Zeitpunkt ist eine Wahl zwischen zwei Wünschen oder Plänen.
Ein Wunsch kann sich wie ein Bedürfnis anfühlen
Ein Kind sagt vielleicht: „Ich brauche dieses neue Spielzeug“, weil der Wunsch sehr stark ist. Das Gefühl ist echt, aber das Spielzeug ist dadurch nicht für Sicherheit oder Gesundheit notwendig. Werbung, leuchtende Farben und Freunde können Wünsche dringend wirken lassen; kurz nachzudenken ist deshalb vernünftig.
Zu Hause entscheiden
Familien nutzen diesen Unterschied beim Planen des Einkaufs oder beim Packen. Sie kaufen vielleicht zuerst Brot und Seife und schauen danach, ob noch Platz für ein Spielzeug oder eine Leckerei ist. Das hilft auch beim Teilen von Schulmaterial: Zuerst sollte jeder das Nötige haben, dann kommen Extras.
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