Knappheit und Entscheidung — Wirtschaft, 7–10 Jahre
Wenn Zeit, Geld oder Material nicht für alles reichen, bedeutet jede Entscheidung, etwas anderes wegzulassen.
Nicht genug für jede Auswahl
Knappheit bedeutet, dass etwas Nützliches begrenzt ist, verglichen mit allen Möglichkeiten, es zu verwenden. Ein Samstag hat nur eine bestimmte Zahl von Stunden, und eine Schachtel enthält nur wenige Buntstifte. Deshalb bedeutet ein Plan oft, dass man einen anderen zumindest vorerst weglässt.
Warum Entscheidungen etwas kosten
Menschen begannen, über Knappheit nachzudenken, weil Nahrung, Werkzeuge, Land, Zeit und Arbeitskräfte nie unendlich waren. Eine Gemeinschaft muss entscheiden, was zuerst hergestellt wird und wer es nutzen darf. Wer den Verzicht erkennt, kann Entscheidungen vergleichen, statt so zu tun, als sei alles gleichzeitig möglich.
Eine Stunde, zwei Pläne
Leo hat vor dem Abendessen eine freie Stunde. Er kann ein Modell fertig bauen, das 60 Minuten braucht, oder Fußball spielen, was ebenfalls 60 Minuten dauert. Er entscheidet sich für das Modell, weil er es morgen abgeben muss. Schritt für Schritt: Pläne auflisten, die eine begrenzte Stunde vergleichen und den dringenderen wählen; Fußball fällt weg.
Eine kostenlose Entscheidung bleibt eine Entscheidung
Ein häufiger Fehler ist der Gedanke, etwas koste nichts, wenn keine Münzen den Besitzer wechseln. Doch ein kostenloser Bibliotheksbesuch braucht Zeit, und ein Gratis-Spiel kann Telefon, Strom oder Aufmerksamkeit nutzen. Die Verwechslung ist verständlich, weil „Kosten“ oft Geld bedeutet; hier zählt auch, worauf man verzichten muss.
Einen gemeinsamen Tag planen
Eine Familie plant einen Samstag mit einem Auto, vier Stunden und mehreren möglichen Unternehmungen. Sie kann ein Museum, einen Spaziergang oder einen Besuch bei Verwandten wählen, aber nicht alles, wenn die Wege zu lange dauern. Werden die Grenzen genannt, wird das Gespräch fairer: Jeder kann sagen, was am wichtigsten ist und worauf er verzichten möchte.
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