Boden: die lebendige Haut der Erde — Geowissenschaften, 11–13 Jahre
Boden ist mehr als lockeres Gestein. Er ist eine veränderliche Mischung aus Mineralen, Luft, Wasser, abgestorbenem Material und Lebewesen, die Pflanzen und viele Nahrungsnetze trägt.
Was Boden ist
Boden entsteht, wenn zerbrochenes Gestein sich mit Wasser, Luft und Resten von Lebewesen mischt. Winzige Organismen zersetzen tote Blätter und Tiere und machen daraus teilweise dunkle organische Substanz, den Humus. Böden enthalten unterschiedlich viel Sand, Ton, Wasser und Humus und eignen sich deshalb nicht alle für dieselben Pflanzen.
Warum Boden wichtig ist
Pflanzen brauchen Boden, weil er ihre Wurzeln hält, Wasser speichert und gelöste Mineralstoffe liefert. Menschen sind für den Anbau von Nahrung darauf angewiesen, doch Boden kann Jahrhunderte brauchen, um zu entstehen, und schnell verloren gehen, wenn Wasser oder Wind unbedeckten Boden wegtragen. Wer Boden untersucht, kann Nahrung anbauen, ohne diese begrenzte Ressource aufzubrauchen.
Eine Bodenprobe untersuchen
Eine Klasse gibt Boden und Wasser in ein Glas, schüttelt es und lässt es stehen. Nach einigen Stunden sinkt der schwerste Sand nach unten, darüber bildet sich eine Schicht aus Schluff, und der Ton bleibt weiter oben; schwimmende dunkle Stücke sind organisches Material. Die Schichten ersetzen keine genaue Laborprüfung, zeigen aber, warum die Probe Wasser unterschiedlich schnell durchlässt und speichert.
Der Denkfehler: Boden ist nur Dreck
Es ist verständlich, Boden einfach „Erde“ oder „Dreck“ zu nennen, weil beides wie brauner Staub aussehen kann. Der Fehler ist, ihn für leblosen Abfall zu halten: Gesunder Boden enthält Poren mit Luft oder Wasser, Mineralstoffe, Wurzeln, Pilze, Bakterien und zerfallendes Material. Fehlt ein Teil, können Pflanzen schlechter wachsen und Wasser kann sich anders durch den Boden bewegen.
Boden außerhalb der Schule
Gärtner geben Kompost hinzu, bedecken unbewachsenen Boden und vermeiden starkes Festtreten, weil Wurzeln und Bodenorganismen Räume mit Luft und Wasser brauchen. Bauern können verschiedene Pflanzen abwechselnd anbauen oder zwischen Ernten eine Pflanzendecke lassen, um den Boden zu schützen. Das macht nicht jeden Boden perfekt, kann aber den Verlust von Nährstoffen und den Wasserabfluss bremsen.
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