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Der Gesteinskreislauf — Geowissenschaften, 11–13 Jahre

Gesteine können schmelzen, abkühlen, zerbrechen, zusammengepresst und umgewandelt werden. Die drei großen Gesteinsgruppen sind deshalb Teile eines Kreislaufs und keine festen Schubladen.

Gesteine können sich verändern

Ein Gestein bleibt nicht für immer in derselben Gruppe. Magma kühlt ab und bildet magmatisches Gestein; Sedimentschichten können Sedimentgestein bilden; Hitze und Druck können beide in metamorphes Gestein umwandeln. Später kann jedes Gestein schmelzen, zerfallen oder begraben werden. Der Kreislauf hat also viele mögliche Wege.

Warum veränderliche Gesteine einteilen

Zuerst kann das Benennen von Gesteinen wie das Sortieren in ordentliche Schubladen wirken. Das Problem ist, dass Gesteine an der Erdoberfläche unterschiedliche Geschichten erzählen. Wissenschaftler brauchen Hinweise darauf, wie sie entstanden und was mit ihnen geschehen ist. Der Kreislauf verbindet sichtbare Merkmale wie Schichten oder Kristalle mit Abkühlung, Erosion, Hitze und Druck.

Vom Gebirge zu neuem Gestein

Nimm ein Stück Granit aus einem Gebirge. Zuerst zerbrechen Regen, Eis und Pflanzenwurzeln es in kleine Körner. Danach tragen Flüsse die Körner in einen See und lagern sie dort ab. Der Druck darüber presst die Schichten zusammen, und Mineralien verkleben sie zu Sandstein, einem Sedimentgestein. Wird er später erhitzt und gedrückt, kann metamorphes Gestein entstehen.

Der Irrtum mit den drei Schubladen

Es ist verständlich zu denken, jedes Gestein gehöre dauerhaft zu einer von drei Gruppen, weil Schulbücher oft drei klare Überschriften zeigen. Diese Gruppen beschreiben, wie ein Gestein zu einer bestimmten Zeit entstanden ist, nicht eine unveränderliche Identität. Ein Granitstein kann später zu Sediment, Sandstein oder metamorphem Gestein werden, wenn sich seine Bedingungen ändern.

Gesteine in Gebäuden und als Hinweise

Bauleute wählen Gesteine je nach Aufgabe: Granit eignet sich für eine harte Arbeitsplatte, Sandstein kann für Wände zugeschnitten werden. Geologen untersuchen Gesteine außerdem auf Grundwasser, nutzbare Mineralien und Spuren früherer Landschaften. Eine Kalksteinschicht mit Meeresfossilien weit vom Meer entfernt kann zeigen, dass die Gegend früher unter einem flachen Meer lag.

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