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Monolog — Theater, 14–17 Jahre

Wie eine längere Rede Gedanken offenlegt, eine Entscheidung öffentlich macht oder das Verständnis des Publikums verändert.

Eine Stimme im Mittelpunkt

Ein Monolog gibt einer Figur einen längeren Abschnitt alleiniger Rede. Er kann an eine andere Figur oder an das Publikum gerichtet sein oder wie lautes Denken wirken. Seine Kraft entsteht durch eine Entwicklung: Die Figur beginnt an einem Punkt, stößt auf Widerstand oder entdeckt etwas und endet mit verändertem Verständnis oder Vorhaben.

Warum einen Monolog verwenden

Drama zeigt Menschen meist durch ihre Beziehungen, doch manche Erfahrungen sind von außen nicht vollständig sichtbar. Ein Monolog gibt privaten Gedanken, Erinnerungen oder Geständnissen eine spielbare Form und hält sie im gegenwärtigen Moment. Außerdem kann eine Figur damit eine Version der Ereignisse vertreten, die das Publikum hinterfragt.

Einen kurzen Monolog aufbauen

Stell dir vor, Alex hat den letzten Bus verpasst. Zuerst schiebt er die Schuld ab: „Der Fahrer hat mich gesehen.“ Dann erinnert er sich an seine eigene Entscheidung: „Ich blieb stehen, um auf die Nachricht zu antworten.“ Danach stellt er sich der Folge: „Jetzt muss ich es Mama sagen.“ Schließlich entscheidet er sich: „Ich gehe zu Fuß und sage die Wahrheit.“ Die Rede führt von der Ausrede zur Verantwortung.

Die Rede ohne Entwicklung

Ein häufiger Fehler ist ein Monolog als langer Absatz, der immer wieder dasselbe Gefühl ausdrückt. Das ist verständlich, weil eine starke Emotion den ganzen Kopf einer Figur zu füllen scheint. Das Publikum braucht aber eine Entwicklung: Eine neue Erinnerung, Frage, Vorstellung, Erkenntnis oder Entscheidung sollte die Richtung der Rede verändern.

Allein vor anderen sprechen

Monologfähigkeiten braucht man in Reden, Vorträgen, Spoken-Word-Poesie und Videoessays. Man muss Zuhörende durch einen Gedanken führen, statt nur Sätze aufzuzählen. Ein klarer Anfang, ein Wendepunkt und eine abschließende Entscheidung machen eigene Ideen leichter verständlich und merkbar.

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