Improvisation — Theater, 14–17 Jahre
Wie Darsteller ohne festes Drehbuch eine Szene entwickeln, indem sie Angebote annehmen, Entscheidungen treffen und aufmerksam bleiben.
Die Idee
Improvisation bedeutet, auf der Bühne eine Entscheidung zu treffen, ohne genau zu wissen, was als Nächstes geschieht. Ein Darsteller bietet einen Ort, eine Handlung oder eine Beziehung an; die anderen nehmen sie an, ergänzen etwas Deutliches und treiben die Szene weiter.
Warum es wichtig ist
Das Problem entsteht, wenn ein Darsteller wegen einer vergessenen Zeile, eines kaputten Requisits oder einer Planänderung eines Partners einfriert. Improvisation entwickelte sich, um das Ereignis lebendig zu halten: mit Aufmerksamkeit und Fantasie statt mit dem Vortäuschen, dass nichts Unerwartetes passiert ist.
Durchgespieltes Beispiel
Ein Darsteller kommt herein und sagt: „Der Zug ist weg.“ Sein Partner nimmt das an: „Dann haben wir zehn Minuten zu Fuß“, hebt einen imaginären Koffer auf und zeigt zur Straße. Der erste ergänzt: „Nicht diese Straße, die überflutete“, und die Angebote schaffen einen Ort, ein Problem und die nächste Handlung.
Der häufige Fehler
Ein verständlicher Irrtum ist, Improvisation bedeute, ständig witzig, laut oder völlig originell sein zu müssen. Das geschieht oft, weil Stille riskant wirkt; eine ruhige, genaue Reaktion kann einem Partner aber mehr Spielraum geben als eine Reihe zufälliger Witze.
Wo es vorkommt
Improvisation wird bei Vorsprechen, in Comedyshows, bei Proben und in Notfallkommunikation eingesetzt. Sie hilft auch bei Gruppenarbeit: Wenn sich ein Plan ändert, hören die Beteiligten zu, akzeptieren die neuen Tatsachen und wählen den nächsten sinnvollen Schritt, statt den alten Plan zu wiederholen.
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