Schauplatz und Stimmung — Theater, 7–10 Jahre
Der Schauplatz zeigt, wo und wann eine Szene spielt; die Stimmung zeigt, wie sich dieser Ort anfühlt.
Wo die Geschichte spürbar wird
Der Schauplatz ist der Ort und die Zeit einer Szene, etwa ein Wald bei Nacht oder ein belebter Markt am Morgen. Die Stimmung ist das Gefühl, das die Szene erzeugt: Sicherheit, Spannung, Einsamkeit oder Freude. Schauspieler gestalten beides durch ihr Zeigen, Sprechen und Handeln.
Warum Stimmung gebraucht wird
Dieselben Worte können sich je nach Ort und Stimmung völlig anders anfühlen. „Komm herein“ klingt in einer hellen Küche freundlich, in einem dunklen, leeren Haus aber unheimlich. Drama braucht Stimmung, damit das Publikum die Situation spürt und nicht nur die Worte hört.
Eine Szene verändern
Stell dir zwei Schauspieler vor, die dasselbe Klassenzimmer betreten. Zuerst gehen sie schnell, flüstern, schauen über die Schulter und lassen eine Lampe aus: Der Raum wirkt gefährlich. Dann gehen sie langsam, lächeln, begrüßen einander und öffnen die Vorhänge: Er wirkt freundlich. Der Ort blieb gleich; ihre Entscheidungen änderten die Stimmung.
Der Ort ist nicht die Stimmung
Es ist ein verständlicher Fehler zu denken, dass ein Wald immer unheimlich oder ein Schlafzimmer immer sicher sein muss. Der Ort gibt Hinweise, aber die Entscheidungen der Schauspieler schaffen die Stimmung. Ein Wald kann friedlich sein, und ein Schlafzimmer beängstigend, wenn die Figur Gefahr erwartet.
Stimmung an echten Orten
Filme, Spiele und Gruselattraktionen steuern Licht, Ton, Farben und Tempo, damit wir einen Ort auf bestimmte Weise fühlen. Auch echte Räume tun das: Eine stille Bibliothek wirkt anders als ein lauter Pausenhof. Wer solche Entscheidungen bemerkt, kann erklären, warum ein Ort ruhig, aufregend oder unangenehm wirkt.
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