Typografie — Design, 11–13 Jahre
Typografie gestaltet geschriebene Buchstaben so, dass Wörter lesbar, geordnet und für ihren Zweck passend sind.
Auch Buchstaben sind gestaltet
Typografie bedeutet mehr, als eine schöne Schrift auszuwählen. Dazu gehören die Form der Buchstaben, ihre Größe, die Abstände und die Anordnung. Gute Typografie zeigt, was man zuerst lesen soll, und macht Wörter leicht erkennbar, ohne selbst die ganze Aufmerksamkeit zu verlangen.
Warum Typografie wichtig ist
Menschen lesen Schilder, Anleitungen und Bildschirme, wenn sie schnell Informationen brauchen. Eine enge Zeile, ein verwirrender Buchstabe oder winziger Text bremsen den Leser oder lassen ihn aufgeben. Typografie entstand aus dem Bedürfnis, Wörter klar weiterzugeben, besonders wenn ein Design von vielen verschiedenen Menschen gelesen werden soll.
Beispiel: ein Konzertplakat
Ein Plakat für ein Schulkonzert muss Veranstaltung, Datum und Ort zeigen. Schreibe „KONZERT“ in großen Buchstaben, darunter „Freitag, 12. April“ mittelgroß und „Saal B, 19 Uhr“ kleiner. Lass um jede Zeile Platz und nutze eine klare Schrift, damit Vorbeigehende die wichtigsten Angaben in drei Sekunden verstehen.
Die Falle: Stil vor Lesbarkeit
Ein häufiger Fehler ist, viele dekorative Schriften zu verwenden, weil jede interessant aussieht. Das ist verständlich: Eine Schrift wirkt wie eine schnelle Möglichkeit, Persönlichkeit zu zeigen. Doch ständige Stilwechsel zwingen den Leser, sich immer wieder an neue Buchstabenformen zu gewöhnen. Eine oder zwei passende Schriften vermitteln meist mehr als eine überladene Sammlung.
Typografie außerhalb der Schule
Typografie prägt Busfahrpläne, Speisekarten, Spieloberflächen, Buchcover und Warnhinweise. Ein Fahrplan braucht kompakte, aber lesbare Informationen, während eine Warnung sofort auffallen muss. Dieselbe Schriftwahl passt nicht zu jeder Aufgabe; es hängt davon ab, was Leser mit den Wörtern tun sollen.
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