Für echte Menschen gestalten — Design, 14–17 Jahre
Gutes Design beginnt damit, herauszufinden, was Menschen tun, brauchen und schwierig finden, statt von der eigenen Erfahrung auszugehen.
Idee
Beim menschenzentrierten Design sind die betroffenen Menschen eine wichtige Informationsquelle und kein nachträglicher Gedanke. Designer beobachten, stellen sorgfältige Fragen und erkennen Hindernisse, um Entscheidungen zu treffen. Das Ziel ist nicht, allen zu gefallen, sondern echten Nutzern in einer bestimmten Situation zu helfen.
Warum es das gibt
Designer kennen ihre eigene Entwicklung oft zu gut. Deshalb kann eine scheinbar klare Schaltfläche oder Anleitung für Erstnutzer unklar sein. Nutzerforschung entstand, weil Produkte scheiterten, wenn ihre Erfinder nur vermuteten. Zuhören zeigt Bedürfnisse, Gewohnheiten und Ausschlüsse, die ein Entwurf allein nicht sichtbar macht.
Durchgearbeitetes Beispiel
Ein Team gestaltet die Website der Schulbibliothek neu. Es beobachtet drei Schüler bei der Büchersuche und stellt fest, dass keiner das kleine Suchsymbol bemerkt. Die Schüler erklären ihre Erwartung, woraufhin das Team ein grosses beschriftetes Suchfeld zeichnet. Im zweiten Test finden es alle schnell: Die Beobachtung spricht für die Änderung.
Häufige Falle
Ein verständlicher Fehler ist die Frage: „Gefällt dir mein Design?“ Die Person möchte vielleicht höflich sein oder beurteilt nur das Aussehen statt der Brauchbarkeit. Besser ist, sie eine Aufgabe erledigen und ihre Erwartungen erklären zu lassen. Beobachtungen liefern meist stärkere Hinweise als Komplimente.
Ausserhalb der Schule
Dieser Ansatz prägt Banking-Apps, Fahrkartenautomaten, medizinische Geräte, Spiele und öffentliche Websites. Ein Verkehrsbetrieb kann Reisende beim Ticketkauf beobachten und danach verwirrende Wörter oder Schritte ändern. Das ist besonders wichtig, wenn Fehler Zeit, Geld, Sicherheit oder Zugang kosten.
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