Farbe und Kontrast — Design, 7–10 Jahre
Gestalter nutzen Unterschiede bei Farbe und Helligkeit, damit Menschen Dinge sehen, lesen und finden.
Wichtiges hervorheben
Kontrast bedeutet, dass zwei Dinge deutlich verschieden aussehen, etwa dunkle Schrift auf einer hellen Seite. Gestalter nutzen ihn, damit Wichtiges zuerst auffällt: ein Knopf, eine Warnung, ein Weg oder ein Wort. Farbe kann helfen, aber auch Hell und Dunkel, Größe, Form oder Abstand erzeugen Kontrast.
Welches Problem Kontrast löst
Eine Seite oder ein Schild kann die richtigen Informationen enthalten und trotzdem schwer zu benutzen sein, wenn alles gleich wichtig aussieht. Dann übersieht man eine Warnung, verliert beim Lesen die Stelle oder drückt den falschen Knopf. Gestalter trennen Informationen sichtbar, damit die Augen schnell das Nächste finden, das gebraucht wird.
Beispiel: ein übersichtliches Fundbüro-Schild
Eine Klasse gestaltet ein Schild, das zeigt, wohin verlorene Dinge kommen. Zuerst schreibt sie „VERLORENE DINGE“ in großen, dunklen Buchstaben auf hellem Hintergrund. Dann setzt sie die Raumnummer in ein auffälliges Feld und lässt rundherum Platz. Zum Schluss kommt ein einfacher Pfeil dazu. Wichtiges fällt vor den kleinen Anweisungen auf.
Der Farbfehler
Ein verständlicher Fehler ist, Rot und Grün als einzige Zeichen für zwei Möglichkeiten zu verwenden. Das wirkt klar, weil viele Schilder diese Farben nutzen, doch manche Menschen unterscheiden sie schlecht und schwaches Licht verändert Farben. Ergänze Wörter, Formen oder Symbole und sorge auch für einen deutlichen Hell-Dunkel-Unterschied.
Kontrast außerhalb der Schule
Kontrast hilft bei Verkehrsschildern, Busplänen, Handybildschirmen, Medikamentenetiketten und Schaufenstern. Eine weiße Linie auf einer dunklen Treppe kann zeigen, wo eine Stufe beginnt, und dicke Schrift macht einen Preis leichter sichtbar. Guter Kontrast lenkt den Blick, ersetzt aber weder klare Wörter noch eine sinnvolle Anordnung.
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