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Irreführende Diagramme — Daten, 14–17 Jahre

Ein Diagramm kann echte Zahlen zeigen und trotzdem durch Skala, Beschriftung oder Gestaltung einen falschen Eindruck erzeugen.

Wie ein Diagramm täuschen kann

Ein Diagramm ist ein visuelles Argument: Skala und Form lenken, was man zuerst bemerkt. Beginnt die senkrechte Achse bei 95 statt bei 0, kann der Anstieg von 98 auf 100 riesig wirken, obwohl er klein ist. Richtige Daten garantieren also keinen ehrlichen Eindruck.

Warum das wichtig ist

Menschen verwenden Diagramme, um Ergebnisse schnell zu vergleichen. Eine visuelle Übertreibung kann deshalb Entscheidungen über Geld, Gesundheit oder Politik beeinflussen. Das Problem entstand, weil man nicht jede Zahl gleich genau prüfen kann. Wer Skalen und Beschriftungen kontrolliert, erkennt Bilder, die die Größe einer Veränderung verbergen.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Ein Geschäft meldet, dass die Verkäufe von 100 auf 110 Stück gestiegen sind. Zuerst berechnet man die absolute Änderung: 110 − 100 = 10 Stück. Dann die relative Änderung: 10 ÷ 100 = 0,10, also 10 %. Eine Achse ab 0 zeigt einen mäßigen Anstieg; eine Achse ab 99 lässt die Balken zehnmal höher erscheinen.

Die Falle: nur das Bild beurteilen

Ein häufiger Fehler ist zu sagen, der längste Balken stehe für die größte Menge, ohne Achse oder Einheiten zu lesen. Das wirkt natürlich, weil die Balkenlänge normalerweise den Vergleich ermöglicht. Eine unterbrochene Achse, ungleiche Abstände oder fehlende Einheiten können die Aussage aber verändern; prüfe zuerst die Skala.

Wo es verwendet wird

Nachrichten, Werbung und Beiträge in sozialen Medien fassen Daten oft in einem auffälligen Diagramm zusammen. Lies vor dem Teilen oder Glauben beide Achsen, prüfe die Einheiten, achte auf eine verkürzte Skala und vergleiche die echten Zahlen. Das heißt nicht, dass jedes ungewöhnliche Diagramm unehrlich ist; seine Gestaltung sollte aber geprüft werden.

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