Programme testen — Informatik, 7–10
Ein Programm kann laufen, ohne abzustürzen, und trotzdem ein falsches Ergebnis liefern. Beim Testen probierst du geplante Beispiele aus, auch ungewöhnliche Fälle, damit du sein Verhalten prüfst, bevor sich jemand darauf verlässt.
Dem Programm Fragen stellen
Testen ist wie eine Taschenlampe mit neuen Batterien zu prüfen, bevor du hinausgehst. Du gibst dem Programm eine Eingabe, sagst das Ergebnis voraus, startest es und vergleichst beides. Ein erfolgreicher Versuch ist nützlich, beweist aber nicht, dass jede Situation funktioniert.
Warum testen?
Programme bekommen viele mögliche Eingaben, und Menschen können eine Regel falsch verstehen oder einen Sonderfall vergessen. Ein Test entdeckt solche Probleme, solange das Programm noch gebaut wird und sich leichter ändern lässt. Nicht nur sichtbar kaputte Programme werden getestet: Ein stilles falsches Ergebnis kann gefährlicher sein als ein Absturz.
Eine Punkte-Regel testen
Ein Spiel sagt: Für jeden Stern bekommt eine Spielfigur 3 Punkte. Zuerst planst du einen Test mit 0 Sternen: Das Ergebnis sollte 0 sein. Dann probierst du 2 Sterne: 2 × 3 ergibt 6. Danach testest du 10 Sterne: Das Ergebnis sollte 30 sein. Sagt das Programm bei 2 Sternen 9, muss die Regel oder der Code geprüft werden.
Es läuft, also stimmt es
Ein Programm, das sich öffnet und antwortet, wirkt fertig, deshalb vertraust du ihm leicht. Das Ausführen zeigt aber nur, dass dieser eine Weg funktioniert hat; nicht jede Eingabe oder Entscheidung wurde geprüft. Teste normale Werte, null, die erlaubten Grenzen und einen unerwarteten Fall, wenn die Regeln ihn vorsehen.
Testen im echten Leben
Bevor Menschen einer Wetter-App, einem Fahrkartenautomaten oder einem Stundenplan vertrauen, testen die Ersteller viele Situationen. Sie prüfen vielleicht einen sehr heißen Tag, einen ausverkauften Zug oder ein Feriendatum. Auch beim neuen Rezept oder beim Brückenmodell vergleichst du beim Testen deine Erwartung mit dem echten Ergebnis.
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