Ehrenamt in der Gemeinschaft — Politische Bildung, 7–10 Jahre
Ehrenamt bedeutet, freiwillig Zeit und Fähigkeiten einzusetzen, um einen gemeinsamen Ort zu verbessern oder anderen zu helfen.
Idee
Eine freiwillige Person entscheidet sich zu helfen, ohne für diese Aufgabe bezahlt zu werden. Sie kann Bäume pflanzen, mit jüngeren Kindern lesen, Lebensmittel sammeln oder Tiere versorgen. Ehrenamt ist bürgerschaftliches Handeln, weil eine persönliche Entscheidung mit einem gemeinsamen Bedarf verbunden wird.
Warum das wichtig ist
Das Problem ist, dass eine Gemeinschaft mehr Bedürfnisse hat, als öffentliche Stellen oder Organisationen allein erfüllen können. Schon lange schließen sich Menschen zusammen, um auf Brände, Armut, Krankheiten oder Sturmschäden zu reagieren. Ehrenamt ersetzt keine gerechten öffentlichen Dienste, bringt aber Zeit und Ortskenntnis ein.
Ein Projekt am Samstag
Eine Schule bemerkt Müll an einem Bach. Zuerst fragen zwölf freiwillige Helfer, welchen Müll sie sicher sammeln dürfen, und bringen Handschuhe und Säcke mit. Dann arbeiten sie eine Stunde lang zu zweit und überlassen scharfe Gegenstände einem Erwachsenen. Sie füllen sechs Säcke, sortieren Wertstoffe und melden den Ort der Gemeinde.
Ein häufiger Irrtum
Ein häufiger Irrtum ist, dass Hilfe nur zählt, wenn sie schwierig ist oder viele Stunden dauert. Das wirkt verständlich, weil große Projekte stärker auffallen. Tatsächlich zählen auch kleine, sichere Handlungen, wenn man sie freiwillig wählt und damit wirklich jemandem oder etwas Gemeinsamen hilft.
Wo es vorkommt
Freiwillige helfen in Bibliotheken, Sportvereinen, Tierheimen, bei Aufräumtagen, Festen und in Notlagen. Man sieht sie Besucher anleiten, Material vorbereiten oder Spenden sammeln. Gutes Ehrenamt hat klare Aufgaben, sichere Grenzen und Respekt vor den Menschen, denen geholfen wird.
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