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Geheime Wahl — Politische Bildung, 7–10

Wie eine geheime Stimme Menschen hilft, frei zu wählen. Politische Bildung, 7–10 Jahre.

Eine Wahl, die deine bleibt

Bei einer geheimen Wahl entscheidest du, ohne jemandem zu zeigen, was du angekreuzt hast. Alle können sehen, wie viele Stimmen eine Möglichkeit bekam, aber nicht, wer welche Wahl getroffen hat. So kannst du wählen, was du für richtig hältst, ohne Druck von Freunden, Familie oder mächtigen Personen.

Warum bleibt die Wahl geheim?

Früher hatten Menschen Angst, Arbeit, Freunde oder Sicherheit zu verlieren, wenn andere ihre Wahl kannten. Eine offene Abstimmung kann dazu führen, dass jemand die lauteste Person nachahmt oder einer Drohung gehorcht. Die geheime Wahl soll diesen Druck verringern: Das Ergebnis ist öffentlich, aber die Entscheidung jedes Wählers bleibt geschützt.

Eine Wahl in der Klasse

Deine Klasse wählt zwischen drei Projekten für den Pausenhof. Zuerst kreuzt jedes Kind allein hinter einer Sichtschutzwand eine Möglichkeit an. Dann kommen die gefalteten Zettel in eine verschlossene Box. Schließlich zählen zwei Personen: A bekommt 8 Stimmen, B 5 und C 7. A gewinnt, aber niemand weiß, wer dafür gestimmt hat.

Der verständliche Irrtum

Es kann ehrlicher wirken, wenn alle die Hand heben und die Gruppe jede Entscheidung sieht. Das wirkt offen und leicht zu überprüfen, deshalb ist der Irrtum verständlich. Eine sichtbare Wahl kann aber zeigen, wer einem Freund oder einer Leitung widerspricht. Offenheit beim Gesamtergebnis bedeutet nicht, jede einzelne Person offenzulegen.

Wo du es findest

Geheime Wahlen gibt es zum Beispiel, wenn ein Verein, eine Klasse oder eine Sportmannschaft eine Leitung wählt. Auch viele öffentliche Wahlen nutzen sie. Achte auf einen geschützten Ort zum Ankreuzen, eine sichere Wahlurne und eine Auszählung, die Summen zeigt, ohne Namen mit Stimmen zu verbinden.

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