MyLeoNes™

Kompromiss — Politische Bildung, 7–10 Jahre

Du lernst, wie Menschen mit unterschiedlichen Wünschen eine ausreichend faire Entscheidung finden, indem sie manche Forderungen ändern und Wichtiges schützen.

Was ein Kompromiss bedeutet

Ein Kompromiss ist eine Vereinbarung, bei der jede Seite etwas aufgibt, damit alle das Ergebnis annehmen können. Er bedeutet weder, dass eine Person gewinnt, noch, dass man Unterschiede vortäuscht. Ein guter Kompromiss schützt wichtige Bedürfnisse und lässt auch Raum für die Bedürfnisse anderer.

Welches Problem er löst

Gruppen haben oft einen gemeinsamen Raum, ein Budget oder eine bestimmte Zeit, aber mehrere vernünftige Ideen. Bekommt immer die lauteste Stimme alles, werden manche nicht mehr gehört und der Streit beginnt erneut. Ein Kompromiss hilft weiter, ohne jede Uneinigkeit in einen Kampf mit Gewinner und Verlierer zu verwandeln.

Einen Spielplatzplan auswählen

Eine Klasse hat 120 € für einen Spielplatz. Drei Kinder wünschen ein Tor für 70 €, vier eine Bank für 50 € und andere Kreide für 20 €. Zuerst erklären alle, was sie brauchen. Dann entscheiden sie sich für Tor und Bank und leihen die Kreide aus dem Klassenraum. Niemand bekommt alles, aber alle drei Aktivitäten bleiben möglich.

Der typische Irrtum

Ein verständlicher Irrtum ist, dass jede mittlere Lösung automatisch ein fairer Kompromiss sei. Alles genau halb zu teilen kann jemandem trotzdem schaden, besonders wenn die Bedürfnisse verschieden sind. Frage vor der Zustimmung, was niemand aufgeben kann, ob die Lösung funktioniert und ob auch Leisere gehört wurden.

Wo Kompromisse vorkommen

Kompromisse gibt es, wenn eine Familie einen Tag plant, eine Klasse ein Projekt auswählt oder Nachbarn einen gemeinsamen Raum teilen. Höre auf den wichtigen Grund hinter jeder Forderung, nicht nur auf die Forderung selbst. Ihr könnt einen Probeplan vereinbaren und ihn ändern, wenn er nicht fair oder nützlich ist.

Weiter erkunden

Andere Sprachen

MyLeoNes™ wird geladen…