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Das Hertzsprung-Russell-Diagramm — Astronomie, 14–17 Jahre

Ein Diagramm kann zeigen, wie Helligkeit, Temperatur und Lebensphase eines Sterns zusammenhängen.

Eine Karte der Eigenschaften von Sternen

Das Hertzsprung-Russell-Diagramm trägt Sterne in ein Schaubild ein. Die Oberflächentemperatur nimmt meist von rechts nach links zu, während Leuchtkraft oder Helligkeit nach oben zunimmt. Die meisten Sterne bilden ein diagonales Band, die Hauptreihe; Riesen und Weiße Zwerge liegen in anderen Bereichen.

Warum dieses Diagramm entstand

Astronominnen und Astronomen brauchten eine Möglichkeit, viele Sterne zu vergleichen, ohne jeden von Grund auf neu zu untersuchen. Eine Tabelle mit Namen und Zahlen verbirgt Muster, ein Diagramm macht Gruppen und Lücken sichtbar. Es verbindet messbare Größen wie Temperatur und Leuchtkraft mit Fragen nach Größe, Zusammensetzung und Entwicklungsphase eines Sterns.

Einen Stern im Diagramm eintragen

Stell dir einen Stern mit einer Oberflächentemperatur von 3.000 K und einer Leuchtkraft vor, die 100-mal so groß wie die der Sonne ist. Suche zuerst 3.000 K auf der waagerechten Achse nahe der kalten Seite. Suche dann 100 auf der senkrechten Leuchtkraftachse über dem Wert der Sonne. Der Punkt liegt im kühlen, hellen Bereich der Roten Riesen, nicht auf der Hauptreihe.

Heißer bedeutet nicht immer heller

Es ist nachvollziehbar, von einem heißeren Stern mehr Helligkeit zu erwarten, so wie eine heiße Lampe heller wirken kann. Die gesamte Leuchtkraft hängt aber sowohl von der Oberflächentemperatur als auch von der Größe ab. Ein kleiner Weißer Zwerg kann extrem heiß und trotzdem lichtschwach sein, während ein viel größerer, kühler Riesenstern insgesamt deutlich mehr Energie abgeben kann.

Die Lebensphase eines Sterns ablesen

Astronominnen und Astronomen nutzen das Diagramm, um das Alter von Sternhaufen abzuschätzen. Ein junger Haufen enthält viele Sterne auf der Hauptreihe, ein älterer mehr Sterne in den Bereichen der Riesen oder Sternreste. Außerdem kann man damit den Radius eines Sterns schätzen und prüfen, ob Modelle der Sternentwicklung zu den Beobachtungen passen.

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