Die habitable Zone — Astronomie, 14–17 Jahre
Der Abstand eines Planeten von seinem Stern beeinflusst, ob flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche möglich sein könnte. Die habitable Zone ist ein nützlicher Ausgangspunkt, aber kein Beweis für Leben.
Die Idee
Die habitable Zone eines Sterns ist der Entfernungsbereich, in dem ein Gesteinsplanet unter passenden Bedingungen flüssiges Wasser an der Oberfläche haben könnte. Nahe Welten sind vielleicht zu heiß, ferne zu kalt. Um heißere, hellere Sterne liegt die Zone weiter außen.
Warum man sie nutzt
Astronominnen und Astronomen können die Oberflächen der meisten fernen Planeten noch nicht direkt untersuchen. Deshalb brauchen sie einen ersten Filter für Welten, auf denen Leben, wie wir es kennen, möglich sein könnte. Flüssiges Wasser ist nicht gleich Leben, aber für jedes bekannte Leben eine wichtige chemische Voraussetzung.
Ein Beispiel
Angenommen, ein Stern strahlt viermal so viel Energie wie die Sonne ab. Für eine ähnliche Erwärmung wächst die Entfernung mit der Quadratwurzel der Helligkeit: √4 = 2. Seine habitable Zone läge also ungefähr doppelt so weit außen wie die der Sonne, bevor Atmosphäre und andere Einzelheiten berücksichtigt werden.
Der typische Irrtum
Der Ausdruck habitable Zone kann so klingen, als sei dort Leben gefunden worden. Das ist wegen des Namens verständlich, doch die Zone beschreibt nur mögliche Oberflächentemperaturen unter bestimmten Annahmen über Atmosphäre und Planet. Eine Welt darin kann luftleer, gefroren oder lebensfeindlich sein.
Wo es genutzt wird
Findet ein Teleskop einen Planeten um einen anderen Stern, kann man seine Umlaufbahn mit der habitablen Zone dieses Sterns vergleichen. Das hilft bei der Auswahl von Planeten für genauere Atmosphärenmessungen nach Gasen oder chemischen Veränderungen. Die Suche wird eingegrenzt, aber eine zweite Erde ist damit nicht garantiert.
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