Warum Ebbe und Flut entstehen — Astronomie, 7–10 Jahre
Die Anziehung des Mondes bewegt die Ozeane mit und lässt den Meeresspiegel regelmäßig steigen und fallen.
Gezeiten verändern den Meeresspiegel
Eine Gezeit ist das regelmäßige Steigen und Fallen des Meeresspiegels an einer Küste. Die Schwerkraft des Mondes zieht am Meerwasser, und während sich die Erde dreht, gelangen verschiedene Küsten in die Bereiche mit höherem Wasser.
Warum musste man die Gezeiten verstehen?
Fischer, Seeleute und Menschen an der Küste mussten wissen, wann Wasser Felsen bedeckt, einen Strand freigibt oder einen Hafen tief genug macht. Beobachtungen von Mond und Meeresspiegel zeigten, dass Gezeiten einem Muster folgen und kein Zufall der Wellen sind.
Eine einfache Gezeitentabelle lesen
Eine Hafentabelle sagt: Hochwasser um 08:00 Uhr und Niedrigwasser um 14:00 Uhr. Schritt 1: Um 10:00 Uhr, zwei Stunden nach dem Hochwasser, sinkt das Wasser. Schritt 2: Um 14:00 Uhr ist Niedrigwasser. Schritt 3: Danach steigt es wieder.
Gezeiten sind nicht einfach große Wellen
Es ist verständlich, Gezeiten mit Wellen zu verwechseln, weil beide Meerwasser bewegen und am Strand zu sehen sind. Wellen entstehen meist durch Wind und wiederholen sich schnell; Gezeiten verändern den gesamten Meeresspiegel über Stunden, vor allem durch den Mond und etwas durch die Sonne.
Gezeiten an einer genutzten Küste
Häfen nutzen Gezeitenzeiten, um zu planen, wann Boote sicher ein- oder auslaufen können. Auch Menschen, die Muscheln sammeln oder über Wattflächen gehen, prüfen sie: Ein bei Hochwasser bedeckter Weg kann bei Niedrigwasser trocken und später wieder überspült sein.
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