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Installationskunst — Kunst, 11–13

Eine Installation macht einen Ort zum Teil des Kunstwerks, deshalb zählen die Bewegung und das Erleben der Betrachtenden.

Was ist Installationskunst?

Eine Installation ist ein Kunstwerk, das in einem Raum angeordnet ist, den du betrittst, in dem du herumgehst oder durch den du blickst. Der Raum, das Licht, die Geräusche und dein Weg können Teile des Werks werden. Es ist nicht einfach eine Sammlung von Gegenständen: Das Erlebnis entsteht durch die Beziehungen zwischen Gegenständen und Ort.

Warum einen ganzen Raum nutzen?

Ein gerahmtes Bild gibt dir hauptsächlich einen festen Blickpunkt, doch manche Ideen handeln vom Umgebenwerden, Gehen, Warten oder Entscheiden. Künstler begannen Umgebungen zu gestalten, weil ein einzelner Gegenstand diese Probleme nicht allein lösen konnte. Du stehst nicht mehr ausserhalb des Werks: Dein Körper, deine Richtung und die Zeit vervollständigen es mit.

Beispiel: ein Raum voller Regenschirme

Stell dir vor, eine Künstlerin möchte bei Besuchenden Unsicherheit auslösen. Zuerst hängt sie 30 geschlossene Schirme in verschiedenen Höhen in einen engen Raum. Dann lässt sie einen Weg frei, zwingt die Besuchenden aber, langsamer zu werden und sich seitlich zu drehen. Zum Schluss fügt sie Regenklänge hinzu. Schirme, Raum, Bewegung und Klang wirken zusammen; ohne eines davon wäre das Erlebnis anders.

Die Falle: Die Gegenstände sind das ganze Werk

Es ist verständlich, sich auf die Gegenstände zu konzentrieren, weil sie am auffälligsten sind. Bei einer Installation können aber auch leerer Raum, Weg, Höhe, Klang und dein Körper genauso wichtig sein. Wenn du einen Gegenstand verschiebst oder den Weg versperrst, veränderst du vielleicht die Bedeutung des Werks und nicht nur seine Dekoration. Frage dich, was der Raum dich tun lässt.

Wo ist das wichtig?

Installationen gibt es in Galerien, bei Festivals und an öffentlichen Orten. Dieselbe Denkweise wird auch bei Bühnenbildern, Escape-Rooms und Museumsausstellungen verwendet. Gestaltende planen, wie Menschen eintreten, was sie zuerst bemerken und wo sie sich sicher bewegen können. Wenn du einen Raum für ein Ereignis oder eine Ausstellung einrichtest, gestaltest du ein Erlebnis und stellst nicht nur Gegenstände auf.

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