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Blickfang — Kunst, 11–13

Du lernst, wie ein Kunstwerk deinen Blick zu einer wichtigen Stelle führt, ohne dass alle Teile gleich stark miteinander konkurrieren.

Wohin dein Blick zuerst fällt

Ein Blickfang ist die Stelle, die deine Aufmerksamkeit zuerst anzieht oder am längsten hält. Künstler erzeugen ihn durch starken Kontrast, ein deutliches Gesicht, ein ungewöhnliches Detail, eine helle Farbe oder Linien, die dorthin führen. Er ist nicht immer der größte Gegenstand; entscheidend ist das Zusammenspiel der Teile.

Warum der Blick geführt wird

Ein Bild kann mehr Einzelheiten enthalten, als jemand auf einmal bemerken kann. Wenn alles gleich laut wirkt, springt der Blick herum und die Hauptidee ist schwer zu finden. Ein Blickfang löst dieses Problem, indem er dem Blick ein erstes Ziel gibt; ruhigere Bereiche kommen danach.

Die Botschaft eines Plakats ankommen lassen

Stell dir ein Plakat zum Wassersparen vor. Zeichne in die Mitte einen großen blauen Wasserhahn, darunter einen kleinen roten Tropfen und daneben in dunklen Buchstaben Jeden Tropfen sparen. Halte den Hintergrund hell und entferne unpassende Bilder. Dein Blick geht zuerst zum Hahn, dann zum Tropfen und zuletzt zu den Worten.

Der verständliche Fehler

Ein verständlicher Fehler ist, den Blickfang möglichst laut zu machen: riesig, am hellsten und am dunkelsten zugleich. Das liegt nahe, weil starke Signale die Aufmerksamkeit zu sichern scheinen. Wenn aber alles extrem ist, wirkt nichts besonders. Ein klarer Unterschied zur Umgebung funktioniert meistens besser.

Wo das vorkommt

Blickfänge sind wichtig bei Plakaten, Buchumschlägen, Fotos, Webseiten, Comics und Karten. Eine Karte kann das Symbol eines Krankenhauses hervorheben, während in einem Comicbild ein Gesicht deutlicher als der Hintergrund sein kann. Du nutzt dieselbe Idee immer dann, wenn klar sein muss, was zuerst auffällt.

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