Bildaufbau — Kunst, 11–13 Jahre
Entdecke, wie die Anordnung von Formen, Linien und leeren Flächen den Blick durch ein Kunstwerk führt.
Wo Dinge stehen, ist wichtig
Bildaufbau bedeutet, wie ein Kunstwerk angeordnet ist, nicht nur, welche Dinge darin vorkommen. Größe, Position, Richtung und freie Flächen können einen Teil wichtig, ruhig, voll oder überraschend wirken lassen. Wenn man eine Form verschiebt, kann sich das ganze Bild anders lesen.
Warum ein Bild anordnen
Das Problem ist, dass Betrachter vieles gleichzeitig bemerken, während ein Künstler vielleicht zuerst eine bestimmte Beziehung oder einen Moment zeigen möchte. Bildaufbau gibt dem Auge deshalb einen Weg und schafft einen Schwerpunkt. Er entstand aus dem Bedürfnis, eine begrenzte flache Fläche verständlich und bewusst zu gestalten.
Ein Plakat gestalten
Stell dir ein Plakat für ein Schulkonzert vor. Setze den Namen des Konzerts oben in große Buchstaben, die Daten darunter, und lass darum Platz, damit man beides schnell lesen kann. Ergänze unten links eine große Musikform und rechts kleinere Einzelheiten. So sieht man Veranstaltung, Datum und Bild in einer geplanten Reihenfolge.
Jede Lücke füllen
Ein häufiger Fehler ist, jede freie Stelle zu füllen, weil eine weiße Fläche unfertig wirken kann. Das ist verständlich: In einer Zeichnung kann eine unbemalte Stelle wirklich ein Versehen sein. Bewusst gelassener Raum lässt wichtige Formen jedoch hervortreten. Überlege zuerst, welche Aufgabe die Lücke hat.
Bildaufbau außerhalb des Kunstunterrichts
Fotografen entscheiden, wo eine Person steht und was am Rand des Bildes bleibt. App-Designer ordnen Schaltflächen so an, dass die wichtigste Aktion leicht zu finden ist, und Köche richten Essen an, damit es einladend aussieht. In allen Fällen lenkt die Anordnung die Aufmerksamkeit, aber der Zweck ist jeweils anders.
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