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Maßstab und visuelle Wirkung — Kunst, 14–17

Wie die Größe eines Kunstwerks oder seiner Elemente verändert, was du fühlst und verstehst.

Was Maßstab bedeutet

Der Maßstab ist die Größe eines Kunstwerks oder eines dargestellten Dinges im Vergleich zu einer Person, einem vertrauten Gegenstand oder dem umgebenden Raum. Ein winziges Haus kann zerbrechlich wirken, ein riesiger Alltagsgegenstand dagegen mächtig, seltsam oder unübersehbar.

Warum der Maßstab wichtig ist

Künstler verändern den Maßstab, damit Beziehungen auffallen, die gewöhnliche Größen verdecken. Monumentale Statuen, Miniaturräume und übergroße Werbeobjekte entstanden aus dem Bedürfnis, Aufmerksamkeit zu gewinnen oder einer Idee emotionales Gewicht zu geben, nicht aus der Regel, dass größer immer besser sei.

Einen vertrauten Gegenstand fremd machen

Nimm einen echten Löffel von 20 Zentimetern. Zeichne ihn neben eine 1,7 Meter große Person: Er ist ungefähr ein Neuntel ihrer Körperhöhe. Stell dir den Löffel nun als 3 Meter hohe Skulptur vor. Durch den neuen Maßstab wirkt das gewöhnliche Werkzeug monumental und lenkt den Gedanken auf Essen, Arbeit oder Macht.

Die Falle: Maßstab ist Proportion

Maßstab und Proportion werden leicht verwechselt, weil beide mit Größe zu tun haben. Proportion vergleicht Teile innerhalb eines Gegenstands, etwa Arm- und Körperlänge; Maßstab vergleicht den Gegenstand mit etwas außerhalb, etwa einer betrachtenden Person oder einem Gebäude. Ein Künstler kann realistische Proportionen behalten und den Maßstab völlig verändern.

Maßstab in der Welt

Maßstab ist in Architektur, Produktdesign, öffentlichen Denkmälern, Spielzeug, Karten und virtuellen Welten wichtig. Eine Tür, ein Stuhl oder ein Handy müssen zum menschlichen Körper passen, während ein Denkmal groß genug sein kann, dich langsamer werden zu lassen. Beobachte, wie Größe dir sagt, wie du dich bewegst, verhältst oder fühlst.

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