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Monotypie — Kunst, 14–17

Eine Monotypie ist ein Druck von einer Platte, die ein Hauptbild hervorbringt, keine beliebig wiederholbare Auflage. Sie verbindet direkte Malspuren mit dem Druck und der Spiegelung des Druckverfahrens.

Die Idee

Du malst oder zeichnest auf eine glatte Platte, legst Papier darauf und übst Druck aus. Das Bild wird übertragen, oft spiegelverkehrt, und die Platte verändert sich meist, wenn Farbe entfernt wird. Anders als bei einer Radierung oder einem Siebdruck erwartest du keine vielen identischen Exemplare. Jedes Ergebnis verbindet geplante Spuren mit dem Prozess selbst.

Warum Künstler sie nutzen

Traditionelle Druckgrafik löst das Problem vieler Bilder, doch feste Platten und Abläufe können eine spontane Spur bremsen. Künstler entwickelten Monotypien, um die Nähe und Schnelligkeit der Malerei mit der Überraschung des Übertragens zu verbinden. Das Ergebnis ist keine misslungene Auflage; seine Einzigartigkeit ist beabsichtigt. Auch Spiegelung und Druck werden zu künstlerischen Entscheidungen.

Ein Druck, Schritt für Schritt

Verteile eine dünne Schicht wasserbasierter schwarzer Farbe auf einer 20 × 20 cm großen Glasplatte. Zeichne eine weiße Spirale, indem du Farbe mit einem Wattestäbchen abnimmst, lege feuchtes Papier darauf und drücke zwei Minuten gleichmäßig mit einem Löffel. Hebe das Papier an einer Ecke ab. Die Spirale erscheint spiegelverkehrt, und ein zweiter Druck wird blasser, weil weniger Farbe übrig ist.

Der verlockende Fehler

Ein häufiger Fehler ist, das Bild auf der Platte genau so zu zeichnen, wie du es sehen willst. Das ist logisch, weil du die Zeichnung direkt ansiehst, doch das Papier erhält ihr Spiegelbild. Sind Schrift oder die Blickrichtung eines Gesichts wichtig, zeichne zuerst eine Umkehrung oder nutze eine durchsichtige Vorlage. Rechne außerdem mit kleinen Veränderungen: Perfekte Wiederholung verfehlt den Sinn des Verfahrens.

Wo sie vorkommt

Monotypien eignen sich für ausdrucksstarke Plakate, Künstlerbücher, Galeriewerke und schnelle Illustrationsversuche. Sie sind sinnvoll, wenn ein starkes Einzelbild wichtiger ist als eine gleiche Serie oder Zufallsspuren Bedeutung tragen. In einer Druckwerkstatt hilft eine Presse, für kleine Arbeiten reichen aber Löffel oder Handdruck. Weniger geeignet ist die Technik, wenn ein Auftrag Hunderte identische Exemplare verlangt.

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