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Der Raum um Dinge herum — Kunst, 4–6

Die leeren Teile eines Bildes lassen die Dinge darin hervortreten. Wenn du den Raum um einen Gegenstand ansiehst, kannst du ihn zeichnen, anordnen und seine Form verstehen.

Was der Raum um Dinge herum ist

Schau eine Tasse auf einem Tisch an. Die Tasse ist eine Form, aber auch die sichtbaren Tischflächen daneben, darüber und in ihrem Henkel sind Formen. Das sind Räume um Dinge herum, und sie zu beachten kann so hilfreich sein wie der Blick auf den Gegenstand.

Warum Künstler auf leeren Raum achten

Wenn du nur den Gegenstand zeichnest, kannst du dich leicht bei Größe oder Platz irren. Künstler begannen, die Räume um Gegenstände zu beachten, weil sie Hinweise geben: Diese Lücke ist schmal, jene breit und diese Öffnung gebogen. Die Aufgabe wird leichter, wenn du auch die Umgebung zeichnest.

Zeichne den Raum neben einer Tasse

Stell eine Tasse auf ein Blatt und schau auf das Dreieck der Tischfläche zwischen Henkel und Tassenrand. Fahre zuerst mit dem Finger das Dreieck nach, ohne die Tasse zu zeichnen. Zeichne dann das Dreieck. Ergänze zuletzt die Tasse darum. Ist das Dreieck richtig platziert, sitzt wahrscheinlich auch der Henkel richtig.

Leer bedeutet nicht unwichtig

Vielleicht möchtest du jede weiße Stelle füllen, weil sie unfertig wirken kann. Das ist ein verständliches Gefühl: Beim Gestalten erwarten wir oft, jeden Teil zu benutzen. Doch freier Raum kann Dinge trennen und dem Auge helfen, sie klar zu sehen; Lass deshalb absichtlich etwas frei.

Freier Raum außerhalb der Schule

Das siehst du auf Schildern, Buchseiten, in Räumen und auf Fotos. Ein Schild braucht Raum um sein Bild, damit du es schnell verstehst, und Wörter brauchen Abstände zum Lesen. Wenn du Aufkleber oder Spielsachen anordnest, kann der Blick auf die Zwischenräume das Ganze übersichtlicher machen.

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