Improvisation — Kunst, 4–6
Improvisieren bedeutet, im Augenblick eine künstlerische Entscheidung zu treffen, statt jeden Schritt vorher festzulegen. Du hörst weiter zu, bemerkst Dinge und reagierst.
Beim Tun erfinden
Beim Improvisieren beginnst du mit einer kleinen Idee und entscheidest während des Gestaltens, was als Nächstes passiert. Du kannst dich wie ein fallendes Blatt bewegen, ein neues Geräusch machen oder eine Linie in eine überraschende Richtung zeichnen. Es gibt nicht nur eine richtige Antwort, aber deine Wahl sollte passen.
Warum Künstler improvisieren
Ein Plan kann nicht jeden Klang, jede Bewegung und jede Idee vorhersagen. Wenn du immer anhältst, um den perfekten nächsten Schritt zu suchen, kann die Kunst ihre Energie verlieren. Improvisation hilft dir, auf das zu reagieren, was jetzt geschieht, und dabei auf Menschen, Raum und Materialien zu achten.
Baue eine kleine Szene
Lege ein blaues Tuch auf den Boden und entscheide, dass es ein Teich ist. Gehe als durstiger Vogel darauf zu. Mache ein leises Pickgeräusch. Stell dir nun einen Frosch vor: Spring zurück und entscheide, was der Vogel als Nächstes tut. So entsteht eine Szene aus neuen Ideen.
Improvisieren heißt nicht, nichts zu tun
Du könntest denken, Improvisieren bedeute, irgendein Geräusch oder eine Bewegung zufällig zu machen. Das ist verständlich, weil es keine feste Antwort gibt. Aber beim Improvisieren beobachtest, hörst und entscheidest du weiter; auch eine Pause, ein wiederholter Klang oder eine langsame Bewegung können starke Entscheidungen sein.
Wo Improvisation vorkommt
Improvisation gibt es, wenn Schauspieler eine Szene erfinden, Tänzer auf Musik reagieren oder Musiker ein neues Solo spielen. Du nutzt sie auch, wenn du beim Spielen aus einem Karton etwas Unerwartetes machst. Sie hilft immer dann, wenn du kreativ entscheiden musst, bevor dir jemand Anweisungen gibt.
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