Gleichgewicht in einem Bild — Kunst, 4–6 Jahre
Wo Dinge in einem Bild stehen, verändert seine Wirkung. Gleichgewicht heißt, Formen, Farben oder Gegenstände so anzuordnen, dass ein Teil das Bild nicht scheinbar zum Kippen bringt.
Ein Bild ruhig wirken lassen
Ein Bild wirkt ausgeglichen, wenn seine Teile zusammenpassen und keine Seite viel schwerer als die andere erscheint. Eine große Form kann durch mehrere kleine oder ein dunkler Fleck durch eine helle Fläche ausgeglichen werden. Gleichgewicht bedeutet kein genaues Spiegelbild.
Warum Dinge anordnen?
Wenn alles auf einer Seite gedrängt ist, werden unsere Augen dorthin gezogen und die leere Seite wirkt vergessen. Künstler, Illustratoren und Designer ordnen Dinge so an, dass man das ganze Bild betrachtet. So wirkt es nicht zufällig oder kurz vor dem Umkippen.
Drei Luftballons
Stell dir eine Seite mit einem großen blauen Luftballon links vor. Setze rechts zwei kleinere rote Ballons hin, einen etwas höher und einen tiefer. Schau aus der Entfernung: Die zwei kleinen Formen gleichen das Gewicht der großen aus, und die Seite wirkt ruhiger.
Gleichgewicht heißt nicht Gleichheit
Es ist verständlich, beide Seiten genau gleich zu machen, weil ein ausgeglichener Gegenstand oft auf beiden Seiten gleich schwer ist. Ein Bild kann aber Verschiedenes ausgleichen: Eine große Form kann mehreren kleinen entsprechen. Achte auf das Ganze, nicht nur auf Gleichheit.
Bilder um uns herum
Buchumschläge, Plakate und Fotos nutzen Gleichgewicht, damit eine Ecke nicht alle Aufmerksamkeit bekommt. Auch beim Aufstellen von drei Dingen im Regal oder beim Aufkleben von Stickern kann es helfen. Ein verschobenes Teil kann die Wirkung des ganzen Entwurfs ändern.
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