Warme und kalte Farben — Kunst, 7–10
Manche Farben wirken warm und nah, andere eher ruhig und fern. Kunst, 7–10 Jahre.
Was warme und kalte Farben bewirken
Rot, Orange und Gelb wirken oft warm, wie Feuer oder Sonnenlicht. Blau, Grün und Violett wirken oft kühl, wie Wasser oder Schatten. Das ist keine feste Regel: Eine Farbe kann je nach Nachbarfarben und Bildthema wärmer oder kühler erscheinen.
Warum Künstler Farbtemperaturen nutzen
Künstler verwenden warme und kühle Farben, damit ein Bild sonnig, kalt, ruhig, aufregend oder fern wirkt. Vor dem elektrischen Licht untersuchten Maler, wie Feuerlicht, Tageslicht und bläuliche Schatten das Gesehene veränderten. Es ging nicht nur darum, Farben zu benennen, sondern einen bestimmten Ort oder Zeitpunkt spürbar zu machen.
Ein warmer und kühler Himmel
Stell dir einen Sonnenuntergang über einem See vor. Male zuerst den oberen Himmel dunkelblau und violett, damit die kühle Abendluft spürbar wird. Setze dann Orange und Gelb an den Horizont, wo die Sonne gerade verschwunden ist. Spiegle zum Schluss etwas Orange im Wasser, lasse es aber überwiegend blau, damit warmes Licht und kühler See zusammenwirken.
Die Farbtemperatur-Falle
Ein häufiger Fehler ist, jedes Blau für kalt und jedes Rot für warm zu halten. Das ist verständlich, weil wir Blau mit Eis und Rot mit Feuer verbinden. Ein Blau mit etwas Rot kann aber wärmer wirken als ein Blau mit Grün, und dasselbe Rot wirkt neben Orange weniger warm als neben Blau. Vergleiche Farben immer in ihrer Umgebung.
Wo Farbtemperatur vorkommt
Farbtemperatur findest du auf Plakaten, bei Kleidung, in Räumen und auf Fotos. Ein Restaurant kann warme Farben verwenden, um lebendig zu wirken, während ein Krankenzimmer mit kühleren Farben ruhiger erscheinen kann. Solche Entscheidungen bestimmen nicht die Gefühle aller Menschen, können aber den ersten Eindruck eines Ortes oder Bildes beeinflussen.
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