MyLeoNes™

Theaterimprovisation — Kunst, 7–10

Theaterimprovisation bedeutet, eine Szene im Augenblick aufzubauen, zuzuhören, Angebote anzunehmen und sinnvoll weiterzumachen.

Die Idee

Bei einer Theaterimprovisation kennen die Darsteller nicht jede Zeile, bevor die Szene beginnt. Sie erfinden Worte und Handlungen, während sie einander zuhören. Ein kurzer Vorschlag wie „Ein Sturm kommt“ oder „Das ist nicht mein Koffer“ gibt der Szene einen Anfang.

Warum improvisieren?

Ein Skript ist nützlich, wenn jedes Wort und jede Handlung geplant sein müssen, kann aber nicht jede Überraschung vorwegnehmen. Improvisation hilft, eine Szene ohne fertiges Skript zu gestalten oder wenn ein Partner die Richtung ändert. Sie entstand aus dem gemeinsamen Spielen, Ausprobieren und Reagieren von Darstellern vor einem Publikum.

Baue eine Szene auf

Beginne mit dem Vorschlag: „Du wartest auf einen sehr späten Bus.“ Ein Darsteller sagt: „Der Fahrplan steht auf dem Kopf“ und zeigt auf ein Schild. Der Partner nimmt das an: „Dann fährt der Bus vielleicht in die falsche Richtung“ und schaut die Straße hinunter. Fügt drei Minuten lang ein Problem, eine Antwort und ein neues Detail hinzu; blockiere nicht jedes Angebot.

Ein häufiger Irrtum

Vielleicht denkst du, Improvisation bedeute, immer das Lustigste zu sagen, auch wenn du deinen Partner dabei ignorierst. Das ist verständlich, weil Überraschungen lustig sein können, aber eine Szene braucht gemeinsame Aufmerksamkeit. Ein Angebot anzunehmen heißt nicht, im echten Leben allem zuzustimmen; es hilft der Geschichte, weiterzugehen.

Wo es nützlich ist

Improvisation findet sich in Theaterspielen, Comedyshows und Proben, wenn Darsteller eine Figur entdecken oder eine Szene lösen. Sie hilft auch, wenn du eine Geschichte ohne Notizen erzählst, in einer Gruppe arbeitest oder auf eine unerwartete Frage antwortest. Genaues Zuhören ist genauso wichtig wie Erfinden, denn dein nächster Schritt muss zur laufenden Handlung passen.

Weiter erkunden

Andere Sprachen

MyLeoNes™ wird geladen…