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Negativraum — Kunst, 7–10 Jahre

Die leeren Bereiche um und in einem Motiv gehören ebenfalls zum Bild. Künstler können diese Räume formen, damit das Motiv klarer oder überraschender wirkt.

Auch der leere Teil hat eine Form

Negativraum ist die Fläche um ein Motiv oder ein Loch darin, die nicht das Motiv selbst ist. Er ist nicht einfach „nichts“: Seine Ränder und Form helfen uns, den Gegenstand zu verstehen. Wenn man den leeren Teil betrachtet, kann das Zeichnen leichter werden.

Warum auf leere Bereiche achten?

Anfänger konzentrieren sich oft so stark auf eine Tasse, eine Hand oder einen Baum, dass sie dessen echte Form verlieren. Künstler bemerkten, dass die Räume dazwischen leichter zu beobachten und zu messen sein können. Das hilft gegen ein schiefes oder gedrängtes Motiv, wenn jeder Strich aus dem Gedächtnis entsteht.

Den Raum zwischen Fingern zeichnen

1. Lege deine flache Hand auf das Papier und betrachte die Lücken zwischen den Fingern. 2. Zeichne jede Lücke als kleine Form, ohne die Finger zu zeichnen. 3. Wenn alle Lücken stimmen, zeichne den Außenrand. Die Hand erscheint, weil die Räume um sie herum die richtigen Formen haben.

Der Irrtum: Lücken ignorieren

Ein häufiger Fehler ist, nur den Gegenstand zu zeichnen und alles darum als übriges Papier zu behandeln. Das wirkt logisch, weil der Gegenstand wichtig erscheint. Ist aber eine Lücke zu schmal, breit oder schief, verändert sich auch die Umrissform, selbst wenn die einzelnen Teile gut gezeichnet sind.

Wo leere Formen nützen

Negativraum kann beim Zeichnen eines Fahrrads, eines Stuhls, einer Pflanze oder einer Person helfen. In manchen Logos hat der leere Bereich eine Form, sodass darin ein zweites Bild erscheint. In einem Raum hilft freier Platz um Möbel außerdem beim Bewegen und beim Erkennen des Wichtigen.

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