Funktionale Kunst — Kunst, 7–10
Manche Kunstwerke sollen nicht nur betrachtet, sondern auch benutzt werden: Schönheit und Nutzen gehören zusammen.
Schönheit kann eine Aufgabe haben
Funktionale Kunst ist ein Gegenstand, der eine echte Aufgabe erfüllt und zugleich ein künstlerisches Erlebnis bietet. Eine verzierte Schale kann Obst halten, ein gemusterter Stuhl trägt dich, und eine gestaltete Lampe gibt Licht. Seine Nutzung macht ihn nicht weniger zu Kunst.
Warum Nutzen und Kunst verbinden
Menschen brauchen seit jeher Gefäße, Kleidung, Werkzeuge und Gebäude, doch bloßer Nutzen erfüllt nicht jedes menschliche Bedürfnis. Form, Farbe und Verzierung können einen Gegenstand freundlich, bedeutungsvoll oder angenehm machen. Funktionale Kunst entstand auch aus der Idee, den Alltag als kreativen Ort zu sehen.
Einen nützlichen Stiftebecher gestalten
Beginne mit der Aufgabe: Der Becher soll zehn Stifte halten, ohne umzufallen. Wähle einen breiten Boden von etwa 8 Zentimetern und Wände von 12 Zentimetern Höhe. Füge oben ein wiederholtes Blattmuster hinzu, aber lass das Innere glatt, damit die Stifte leicht hineingleiten und der Rand stabil bleibt.
Schön, aber unbrauchbar
Ein verständlicher Fehler ist, dich so stark auf die Verzierung zu konzentrieren, dass der Gegenstand seine Aufgabe nicht mehr erfüllt. Du möchtest vielleicht jede Fläche bedecken, doch dicke Erhebungen machen eine Tasse unbequem oder eine Schachtel schwer zu öffnen. Teste den Gegenstand zuerst in seiner echten Verwendung.
Wo funktionale Kunst vorkommt
Funktionale Kunst findest du bei Möbeln, Keramik, Kleidung, Schmuck, Buchumschlägen und Gebäuden. Ein Stuhl muss deinen Körper tragen, doch seine Form und sein Material verändern auch die Wirkung eines Raums. Designer prüfen beides: Funktioniert es? Welche Erfahrung erzeugt es?
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