Vordergrund und Hintergrund — Kunst, 7–10 Jahre
Die Anordnung in einem Bild zeigt, was nah, fern oder besonders wichtig ist. Kunst, 7–10 Jahre.
Nah und fern in einem flachen Bild
Der Vordergrund ist der Teil, der uns am nächsten erscheint, während der Hintergrund weiter weg wirkt. Künstler zeigen das, indem sie nahe Dinge größer und weiter unten und entfernte Dinge kleiner und weiter oben zeichnen. Der Mittelgrund kann beide verbinden.
Warum man ein Bild ordnet
Ein echter Ort hat Tiefe, aber ein Blatt Papier ist flach. Künstler brauchten Möglichkeiten, Raum anzudeuten und zu zeigen, welche Person, welcher Gegenstand oder welche Handlung Aufmerksamkeit verdient. Die Ordnung von Vorder- und Hintergrund führt den Blick, statt alles gleichzeitig konkurrieren zu lassen.
Ein Parkbild
Zeichne einen großen roten Ball unten auf das Blatt, teilweise vom Rand abgeschnitten: Er wirkt nah. Setze ein Kind etwas weiter oben und kleiner in den Mittelgrund. Zeichne kleine Bäume und eine kleine Sonne nahe am oberen Rand. Ein Weg oder Zaun kann den Blick vom Ball in die Ferne führen.
Die Falle: ferne Dinge winzig machen
Es liegt nahe, jedes ferne Ding winzig zu zeichnen, weil entfernte Dinge tatsächlich kleiner wirken. Sind sie aber zu klein, erkennt man sie nicht mehr und die Szene verliert ihre Bedeutung. Verringere die Größe nach und nach, aber halte wichtige Formen noch klar genug zum Erkennen.
Wo es vorkommt
Illustratoren nutzen diese Anordnung in Bilderbüchern, Plakaten und Videospielen, um zu zeigen, wo eine Handlung stattfindet. Auch Fotografen wählen, was nah bleibt, was im Hintergrund steht und was man zuerst bemerkt. Im Theater werden Kostüme, Requisiten und Schauspieler aus einem ähnlichen Grund im Raum angeordnet.
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