Gesichter und Körperhaltungen zeigen Gefühle — Kunst, 7–10 Jahre
Künstler können ein Gefühl durch ein Gesicht, eine Körperhaltung und die scheinbare Bewegung einer Figur andeuten.
Gefühle in einer Figur
Eine Figur kann fröhlich, besorgt, müde oder wütend wirken, ohne ein Wort zu sagen. Ein nach oben gezogener Mund kann ein Lächeln andeuten, gesenkte Augenbrauen Sorge und offene Arme eine Begrüßung. Künstler verbinden Gesicht, Schultern, Hände und die ganze Haltung, weil ein einzelner Hinweis je nach Situation Verschiedenes bedeuten kann.
Warum Gefühle ohne Worte zeigen
Ein Bild muss oft zeigen, was eine Person erlebt, bevor wir einen Dialog oder eine Bildunterschrift lesen. Seit Langem nutzen Künstler Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen, damit eine Szene verständlich wird, besonders wenn Bilder ohne eine bestimmte Sprache auskommen sollen. So wird ein unsichtbares Gefühl durch sichtbare Hinweise gezeigt.
Ein besorgter Reisender
Stell dir einen Reisenden vor, der seine Karte verloren hat. Zeichne zuerst Augenbrauen, die in der Mitte leicht zusammengezogen und angehoben sind. Dazu kommen weit geöffnete Augen, die zur Seite schauen, ein kleiner gerader Mund und hochgezogene Schultern. Dreh den Körper etwas und lass eine Hand in einer Tasche suchen. Zusammen zeigen diese Hinweise Sorge besser als nur eine gerunzelte Stirn.
Die Ein-Hinweis-Falle
Man möchte leicht ein riesiges Lächeln zeichnen, sobald eine Figur glücklich ist, oder eine einzelne Träne, sobald sie traurig ist. Das ist verständlich, weil wir früh einfache Zeichen für Gefühle lernen. Doch ein Zeichen kann missverstanden werden: Ein Lächeln kann nervös sein, und Tränen können von Schmerz oder Lachen kommen. Mehrere Hinweise und die Szene machen die Aussage klarer.
Geschichten, Comics und Plakate
Gesichtsausdrücke und Körperhaltungen helfen in Comics, Trickfilmen, Theaterplakaten und Bilderbüchern. So verstehen wir eine Figur schnell, auch wenn wenig Text vorhanden ist. Fotografen und Filmschaffende nutzen dieselben Hinweise, aber das echte Gefühl eines Menschen kann komplizierter sein, als ein Bild vermuten lässt. Ein Bild ist daher ein Hinweis, kein Beweis.
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