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Zeichnen, was man sieht — Kunst, 7–10 Jahre

Genaues Beobachten hilft dabei, einen echten Gegenstand zu zeichnen, statt sich nur auf ein schnelles Zeichen zu verlassen.

Schauen, vergleichen, zeichnen

Wenn du nach einem echten Gegenstand zeichnest, sammeln deine Augen zuerst Hinweise, bevor die Hand eine Linie setzt. Schau auf Kanten, Zwischenräume, Winkel und die Größen der Teile und vergleiche sie miteinander. Die Zeichnung wirkt glaubwürdiger, weil sie dem Gegenstand folgt und nicht nur deiner Erinnerung.

Warum Künstler beobachten

Ein Bild kann seltsam wirken, wenn wir die Vorstellung von einer Tasse, einem Schuh oder einer Hand zeichnen statt den Gegenstand selbst. Künstler untersuchten genaues Beobachten, weil ihre Bilder der Welt ähnlicher werden sollten. Sorgfältiges Schauen löst das Problem des Ratens: Es liefert Hinweise auf das, was vor dir steht.

Eine genaue Skizze

Stell eine Tasse vor dich. Beachte zuerst, dass sie höher als breit ist: ungefähr 10 cm hoch und 8 cm breit. Zeichne ein leichtes Oval für die Öffnung, zwei Seitenlinien, einen gebogenen Boden und den Henkel. Vergleiche jedes Teil mit der Tasse und verstärke zuletzt nur sichtbare Kanten; falsche Vermutungen radierst du weg.

Die Symbol-Falle

Viele Menschen zeichnen eine Tasse mit einem perfekten Kreis oben, obwohl sie sie von der Seite sehen. Das ist verständlich: Das Gehirn speichert ein einfaches Tassenzeichen, und es geht schnell. Aber eine Öffnung von der Seite sieht wie ein schmales Oval aus. Deshalb ist Beobachten wichtiger als das gespeicherte Zeichen.

Wo Beobachtungszeichnen hilft

Beobachtungszeichnen hilft, eine Pflanze, ein Gebäude oder einen Gegenstand festzuhalten, bevor er sich verändert. Designer nutzen es, um einen Stuhl oder eine Maschine zu untersuchen, und Wissenschaftler skizzieren manchmal ein Tier oder einen Felsen. Es geht nicht nur um ein schönes Bild, sondern darum, Einzelheiten genau wahrzunehmen und zu behalten.

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