Wege geben der Bewegung eine Form — Kunst, 7–10
Eine Tänzerin oder ein Tänzer kann sich gerade, kurvig, im Zickzack oder in Schleifen bewegen, und jeder Weg verändert, was wir sehen.
Idee
Ein Bewegungsweg ist die Strecke, die dein Körper beim Bewegen zurücklegt. Du kannst geradeaus gehen, um einen Stuhl kurven, im Zickzack zwischen zwei Punkten laufen oder einen Kreis bilden. Der Weg gehört zum Tanz und bringt dich nicht nur von einem Ort zum anderen.
Warum
Wenn Tänzer nur auf ein Ziel zuliefen, könnte der Tanz wie gewöhnliches Gehen aussehen. Bewegungswege machen die Bewegung im Raum sichtbar und geordnet. Eine lange Kurve kann fließend wirken, ein scharfer Zickzackweg wachsam, und ein Kreis kann Menschen verbinden oder trennen.
Schritt für Schritt
Markiere auf dem Boden zwei Punkte, A und B, etwa drei Meter voneinander entfernt. Gehe zuerst mit vier gleich großen Schritten gerade von A nach B. Nimm danach acht kleinere Schritte und kurve um einen Stuhl, bis du ebenfalls bei B ankommst. Das Ziel ist gleich, doch der zweite Weg wirkt vorsichtiger und weiter.
Falle
Du achtest vielleicht so stark auf Arme, Gesicht oder Schritte, dass du den Weg über den Boden vergisst. Das ist verständlich, weil man diese Körperteile leicht genau beobachten kann. Aber zwei Tänze mit denselben Schritten können völlig verschieden wirken, wenn einer geradeaus und der andere in Kurven oder Kreisen verläuft.
Verwendung
Choreografen nutzen Bewegungswege, um Tänzer über eine Bühne zu führen und dem Publikum Beziehungen zwischen ihnen zu zeigen. Auch in Marschkapellen, beim Aufwärmen im Sport und bei Umzügen spielen sie eine Rolle. Wenn du einen sicheren Weg durch einen Raum planst, denkst du an Bewegungswege, auch ohne zu tanzen.
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