Abstrakte Kunst — Kunst, 7–10 Jahre
Abstrakte Kunst verändert das Aussehen echter Dinge oder lässt es weg. Sie kann Farbe, Linie, Form und Struktur nutzen, um eine Idee, ein Gefühl oder Bewegung zu zeigen, ohne etwas Erkennbares zu kopieren.
Zeigen, ohne zu kopieren
Abstrakte Kunst kann bei etwas Echtem beginnen, muss am Ende aber nicht so aussehen. Ein Sturm kann zu gewundenen Linien und dunklen Spuren werden; Freude kann durch hüpfende Formen und leuchtende Farben erscheinen. Der Betrachter sucht Ideen, Gefühle oder Bewegung, keine perfekte Kopie.
Warum nicht alles erkennbar machen?
Ein realistisches Bild zeigt manchmal, wie ein Gegenstand aussieht, aber nicht, wie sich ein Erlebnis anfühlt. Künstler schufen abstraktere Werke, damit Formen, Farben und Spuren selbst sprechen, nicht nur kopierte Gegenstände. So lässt sich zeigen, was ein Foto nur schwer festhalten kann.
Musik in Spuren verwandeln
1. Höre ein langsames, ruhiges Musikstück. 2. Zeichne lange, dünne Linien für die leisen Klänge. 3. Wenn die Musik laut wird, füge breite, dunkle, schnelle Spuren hinzu. 4. Setze für einen hohen Ton einen leuchtenden Kreis dazu. Die Seite zeigt kein Instrument, aber ihre Spuren zeigen Klang- und Energieänderungen.
Der Irrtum: Abstrakt heißt zufällig
Manche denken, ein abstraktes Kunstwerk sei nur ein Haufen gedankenloser Spuren. Das scheint verständlich, wenn keine Person oder kein Gegenstand leicht zu erkennen ist. Abstrakte Künstler entscheiden aber weiterhin, wo Spuren stehen, wie Farben zusammenwirken und wann Schluss ist; diese Entscheidungen schaffen Gefühl und Ordnung.
Wo abstrakte Entscheidungen vorkommen
Abstrakte Entscheidungen findet man auf Albumcovern, in Animationen, Plakaten, Tanzkostümen, Wandbildern und Spielhintergründen. Ein Designer kann spitze Formen und rote Spuren nutzen, um Gefahr anzudeuten, ohne ein echtes Feuer zu zeichnen. Abstraktion kann auch ein persönliches Gefühl oder eine Erinnerung mit anderen teilbar machen.
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